Wacken Open Air 2023
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Donnerstag, 03.08.2023

Schon am frühen Morgen fuhr schweres Gerät über das gesamte Gelände: Traktoren verdichteten den Boden der Verkehrswege, Bagger gruben den Schlamm ab, Tonnen von Hackschnitzeln wurden auf die Flächen geworfen und mit Stahlplatten wurde versucht halbwegs begehbare Wege zu schaffen.

Obwohl die Veranstalter taten was sie konnten blieb das Haupt-Kleidungsstück vieler Besucher: Gummistiefel. Ohne war vielerorts überhaupt kein Durchkommen mehr und selbst mit gab es Flächen auf dem Campground, auf denen man knietief im Schlamm stand.

Musikalisch gehörten die Bühnen des Bullheads (Headbanger und W.E.T.) zu Tagesbeginn den Metal Battle Bands. Dort gaben Newcomer aus aller Welt ihr Bestes, um die Jury und das Publikum von sich zu überzeugen.

Auf der Louder Stage starteten mittags Terror aus LA. Am Nachmittag folgten auf der Harder die Wacken-Urgesteine von Skyline. Auf der Faster spielte mit Vixen eine der wenigen rein weiblichen Hard-Rock Bands aus den 1980er Jahren. Sängerin Lorraine schien ihren deutschen Fans eine Freude machen zu wollen und stürmte mit Deutschlandfahne als Cape die Bühne.

Gleichzeitig legten die schwedische Melodic-Death-Größen von Dark Tranquillity auf der Louder los. Sänger Mikael hatte während der ersten Songs ein fast manisches Grinsen im Gesicht, wahrscheinlich aufgrund der beachtlichen headbangenden Crowd vor der Bühne.
Derweil feierte Uriah Heep auf der Harder Stage gut gelaunt ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Zu Hammerfall füllte sich der Bereich vor der Faster Stage deutlich und zeigte damit einen der Höhepunkte des Tages an. Die schwedische Power-Metal-Band spielte über eine Stunde Hits aus ihren 30 Jahren Bandgeschichte. Passend zu “Hammer Of Dawn” und seinem Songtext von “Thunder and Lightning” öffnete der Himmel noch einmal seine Schleusen für einen kurzen Regenschauer.
Als Zugabe gab es noch “Hammer High” und “Hearts on Fire”, bei dessen Refrain das gesamte Infield mitsang. Zum Ende hin gaben die Instrumentalisten noch einmal alles während Sänger Joacim einfach nur vor dem großen Bühnendeko-Hammer saß und den Anblick eines jubelnden Wacken-Publikums genoss.

Danach wurde es aber vor den großen Bühnen nicht leerer. Die Menge wechselte einfach ihre Blickrichtung von der Faster auf die Harder Stage, denn zum Positionswechsel war war weder Zeit noch Platz. Spätestens jetzt hatte man das Gefühl, dass deutlich mehr als die zuerst geschätzten 50.000 Fans es nach Wacken geschafft haben mussten.

Dort spielt nun die legendäre Trash-Metal Band aus Essen: Kreator. Mit den ersten Klängen von “Hate über alles” hatte die Band das Publikum fest auf ihrer Seite. Zu “Awakening of the Gods” forderte Sänger Mille die Menge auf, das Infield in ein Massaker nach Wacken-Style zu verwandeln. Dies führte zu mehreren kleineren Walls of Death, die nahtlos in einem großen Moshpit zu “Enemy of God” aufgingen.

Den Abschluss auf der Faster bildete die deutsche Power-Metal-Band Helloween. Alternativ dazu spielten auf der Louder die sieben Finnen von Amorphis. Mit “Northwards” gab Sänger Tomi gleich mal die Richtung des Konzertes an.

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